Steckbrief

Dieser Steckbrief soll die Daten und Charakterisierungen wiedergeben, die zu einer Kurzinformation und vielleicht auch zu einer Kontaktaufnahme nötig sind.

Kurzbeschreibung und Adresse

Der Brüderliche Kreis ist eine christliche Laienbruderschaft evangelischer Prägung von zur Zeit 60 Männern.

Die Anschrift des Sekretariats ist:
Dipl.-Ing. Justus Teicke, Buntenböcker Straße 3, 38378 Clausthal-Zellerfeld, Tel.: 05323-5503, e-mail: Teicke@bruederlicher-kreis.de

Impuls zur Entstehung

Sinngemäße, vorausgehende Vereinigung war die „Baltische Brüderschaft“. Diese wurde 1926 gegründet und 1936 zwangsaufgelöst. Als „Brüderlicher Kreis“ wurde sie 1953 neu gegründet.Der Impuls zur Gründung der Baltischen Brüderschaft geht auf einen „Verband der Ordensgründer“, zurück, der seinerseits wiederum 1920 in Erkner bei Berlin gegründet wurde. Als Hauptinitiatoren gelten Baron Friedrich von der Ropp, Baron Rodrigo Bistram und Harald von Rautenfeld, der spätere erste Leitende Bruder des heutigen „Brüderlichen Kreises“.

Unter der Erfahrung des Zusammenbruchs des Deutschen Reichs war dieser Verband Teil der „Erneuerungsbewegung“, welche damals die Besinnung auf die gemeinsamen Grundwerte zum Inhalt hatte. Obwohl die Ordensidee von Beginn an Pate stand, wurde die dann gegründete „Baltische Brüderschaft“ und der „Brüderliche Kreis“ nie als ein „Orden“, sondern immer als eine „ordensähnliche Gemeinschaft“ verstanden. In ihr wurde nämlich das im Allgemeinen im Orden geltende Prinzip des absoluten Gehorsams gegenüber dem Ordensältesten ersetzt durch das oberste Prinzip der Gewissensentscheidung des Einzelnen. Somit steht in der Mitte dieser Gemeinschaft nicht das Gehorsams-, sondern das Verantwortungsprinzip.

Die Bruderschaft setzt bei ihren Mitgliedern den Glauben an Jesus Christus voraus und leitet aus ihm ihre Grundsätze ab: In der Verwirklichung dieser Grundsätze sind die Brüder auf ihr Gewissen und ihr sachliches Urteil gewiesen. Sie verantworten ihr Wirken selbst, nachdem sie den Rat der Brüder gesucht und gehört haben.

Geistliches Leben

Die Brüder treffen sich einmal jährlich von Himmelfahrt bis zum darauf folgenden Sonntag zum „Konvent“ (derzeit in der Akademie Loccum). Darüber hinaus sind sie „Gebieten“ zugeordnet, welche durch einen vom Leitenden Bruder ernannten „Gebietsbeauftragten“ geleitet werden. Die Gebiete gestalten ihre Treffen in Form und Inhalt selbst. Sie treffen sich - zumeist zusammen mit ihren Frauen und Gästen - und befassen sich mit Themen, welche schwerpunktmäßig mit dem heute zu lebenden Glauben an Jesus Christus und mit der Verantwortung der Brüder für diese Welt zu tun haben.

Als Kernstück ihrer Bruderschaft halten die Brüder unter sich „Prüfungen“ ab. Darunter ist ein persönlicher Austausch zu verstehen, in welchem sie sich bewusst vor Jesus Christus stellen, über ihr persönliches Leben und die damit verbundenen Fragen berichten und darin den Rat der Brüder suchen und hören.

Aufgaben und Einrichtungen

Der Brüderliche Kreis verfolgt keine korporativen Ziele.

Er sieht seine Aufgabe darin, die einzelnen Brüder in ihrem Sein und Wirken in der Welt verbindlich zu begleiten, ihnen zu raten und zu helfen, sie in der Vertiefung ihres Glaubens und in der Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme zu unterstützen. In dem allem geht es um eine Auffassung der Nachfolge Jesu, wie sie in dem Gleichnis vom Weizenkorn zusammengefasst ist: Es muss in die Erde fallen und sich mit ihren Kräften verbinden, um Frucht bringen zu können. In diesem Auftrag zur „Hingabe an das Leben“ im Geist Jesu Christi wollen sich die Brüder begleiten.

Der Brüderliche Kreis unterhält keine eigenen Einrichtungen.

Aus der Verfassung des Brüderlichen Kreises

„Die Brüder bekennen sich zum Glauben an Jesus Christus. Aus diesem Bekenntnis haben sie ihr Zusammenleben geordnet und sich ihre Verfassung gegeben.

Der Brüderliche Kreis sucht die Wahrheit des Evangeliums zu erfassen und will sie bezeugen. Er sieht die tiefste Ursache der Not unserer Zeit darin, dass diese Wahrheit weithin unbekannt ist und viele ihr gleichgültig oder feindselig gegenüberstehen. ...

Der Brüderliche Kreis vertraut auf die Kraft brüderlicher Gemeinschaft. Er sucht durch Menschen, nicht durch Programme zu wirken. Er will Männer sammeln, die bereit sind, Dienst Opfer und Verantwortung auf sich zu nehmen.

Der Brüderliche Kreis erwartet, dass jeder Bruder sich den Anforderungen der Welt stellt.

Die Brüder übernehmen die Pflicht, nach ihren Gaben und Kräften die Grundsätze des Brüderlichen Kreises zu verwirklichen. Jeder Bruder trägt für sein Wirken selbst die Verantwortung. Der Brüderliche Kreis überlässt es dem Gewissen und sachlichen Urteil des Bruders, seine Aufgabenstellung selbst zu bestimmen. Er erwartet die Bereitschaft, brüderlichen Rat zu suchen und zu hören.“

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